Cold call oder der unerwünschte Werbeanruf

Wehren Sie sich denn Auflegen reicht nicht!

Als cold call wird ein Anruf mit der Intention der Werbung für eine Ware / Dienstleistung verstanden, dem keinerlei (geschäftlicher) Kontakt vorangegangen ist.
Hierbei ist es grundsätzlich egal, ob der cold-call bei einem Gewerbetreibenden oder einem Verbraucher eingeht.

Ein derartiger cold-call ist verboten.

So sollten Sie sich verhalten:
Notieren Sie bitte zunächst dass Datum, die Uhrzeit und die Rufnummer, dann fragen sie den Anrufer nach seinem vollen Vor- und Zunamen. Als nächstes bitten Sie ihn, Ihnen zu erklären, für welche Firma er anruft. Fragen Sie ungeniert nach einer sogenannten ladungsfähigen Anschrift.

Im Regelfall bricht das Gespräch hier bereits ab.
Sollten sie gefragte werden, warum Sie die Informationen benötigen, dann erklären Sie in aller Ruhe, dass sie beabsichtigen, die werbende Firma anwaltlich wegen unzulässigen Werbeanrufs abmahnen zu lassen.
Wenn Sie Glück haben, gelangt Ihre Telefonnummer so auf eine „schwarze Liste" (Neudeutsch „blacklist") und sie werden überhaupt nicht mehr von lästigen Werbeanrufen drangsaliert.

Sollte wieder Erwarten das Telefonat dennoch fortgesetzt werden, dann wenden Sie sich bitte an den Anwalt Ihres Vertrauens um den Anrufer abzumahnen.

Der Anwalt wird den Gegner nunmehr die Rechtslage vor Augen führen und verlangen, das zur Vermeidung einer Wiederholung des unzulässigen Werbeanrufs eine strafbewährte Unterlassungserklärung / Unterlassungsverpflichtungserklärung abgegeben wird (Abmahnung).

Dies bedeutet, dass der Gegner aufgefordert wird, es bei Meidung einer an Sie zu zahlenden Vertragsstrafe zukünftig zu unterlassen, sie erneut mit einem Werbeanruf zu belästigen.
Wir die Erklärung nicht abgegeben, wird nunmehr ein einstweiliges Verfügungsverfahren eingeleitet, mit dem Ziel, genau diese Verpflichtung gerichtlich durchzusetzen.

In Kurzform:
Vorraussetzung cold-call:
kein vorangegangener Kontakt vor dem ersten Anruf

Notieren:
- Eigene Telefonnummer, Datum mit Uhrzeit des Anrufs
- Telefonnummer des Anrufers
- Vor- und Zunahme des Anrufers
- Name des Werbenden (der werbenden Firma)_
- Straße Hausnummer, Postleitzahl, Ort des Werbenden

Jetzt sollten Sie den Anwalt Ihres Vertrauens einschalten.

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